Usingen, 30.05.2017, von Tobias Heldmann

Windhose entwurzelt Bäume und deckt Dächer ab – THW Bad Homburg sichert historische Mühle

Nachdem am Dienstag, den 30.05.2017 auf Anforderung durch die Feuerwehr Usingen zunächst das Fachberaterteam auf die B 275 alarmiert wurde, wurde um 17:50 Uhr Vollalarm für das THW Bad Homburg ausgelöst. Was war passiert?

Während der starken Gewitter hatte sich im Usatal eine Windhose gebildet und zahlreiche Bäume umgeknickt. Ebenfalls betroffen war der mehrere Jahrhunderte alte historische Gebäudekomplex der „Hessenmühle“. Dort wurden mehrere Dächer abgedeckt und Gebäude teilweise zerstört. Auf der B 275 blockierten mehrere umgestürzte Bäume die Fahrbahn.

Um insbesondere das Wohngebäude der Hessenmühle vor weiteren Wetterschäden zu bewahren, wurde die Dachfläche durch das THW Bad Homburg in stundenlangem Einsatz verschlossen. Parallel dazu räumten Kräfte der Feuerwehren Usingen und Wehrheim sowie von Hessen Mobil die zu diesem Zweck voll gesperrte B 275.

Einsatzkräfte:

Folgende Einsatzkräfte und Fahrzeuge des THW Bad Homburg kamen zum Einsatz:

Fachberater

 

0/2/0//2

 

MTW Ztr / ASS-Ausstattung

 

1/2/6//9

 

GKW 1 + RüCo

 

0/2/0//2

 

GKW 2

 

0/1/3//4

 

MTW OV

 

0/3/3//6

 

FüKW

 

0/1/1//2

 

Innendienst

 

1/1/1//3

 

 

 

 

 

 

Gesamt

2/12/14//28

 

 

 

Weitere Einsatzkräfte: Feuerwehr Usingen inklusive Ortsteilen, Feuerwehr Wehrheim, Polizei PSt Usingen, Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz, Hessen Mobil

Maßnahmen:

Nachdem der MTW Ztr die Einsatzstelle erreicht hatte, wurde das Fahrzeug als Zugbefehlsstelle zur Führung des Einsatzes eingerichtet. Parallel dazu erfolgte eine Erkundung des Objekts durch Fachberater und Zugführer. Ergebnis dieser Erkundung war die Einteilung der Einsatzstelle in zwei Abschnitte. Der unmittelbar am Objekt liegende erste Abschnitt wurde in Vorder- und Rückseite des Objekts unterteilt, sodass die beidseitig bestehenden Dachschäden von zwei Seiten behoben werden konnten. Der zweite Einsatzabschnitt wurde als Logistik- und Nachschubabschnitt gebildet, um die Versorgung des ersten Einsatzabschnitts mit den benötigten Materialien und Werkzeugen sicher zu stellen.

Einen Teil der Arbeiten am Dach führten die Kräfte aus dem Gebäude heraus aus. Dabei wurden die Öffnungen im Dach teils durch noch vorhandene intakte Dachziegel, teilweise durch Planen verschlossen. Komplizierter gestalteten sich die Arbeiten auf der Dachrückseite. Dort waren die durch den Sturm entstandenen Löcher zwar kleiner, allerdings war der Zugang vom Gebäudeinneren nicht möglich. Daher seilten sich Einsatzkräfte von der Drehleiter der Feuerwehr Usingen aus auf das Dach ab. Dafür verwendeten sie die im Ortsverband vorgehaltene ASS-Ausstattung, die die sichere Arbeit in Höhen ermöglicht.

Gegen 01:10 Uhr konnten die Arbeiten mit dem Rückbau der Einsatzstelle erfolgreich abgeschlossen werden und die Einsatzkräfte, nachdem sich die Eigentümerin und der Stadtbrandinspektor der Stadt Usingen für die geleistete Hilfe sehr herzlich bedankt hatten, in die Unterkunft einrücken und die Einsatzbereitschaft wieder herstellen.

Schlussbetrachtung

Der Einsatz konnte nach etwa acht Stunden erfolgreich abgeschlossen werden. Besonders zu erwähnen ist die ganz hervorragende und kameradschaftliche Zusammenarbeit der mitwirkenden Behörden und Organisationen, die sichergestellt hat, den Einsatz zügig und professionell abwickeln zu können.

 

 

 


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