Oberursel, 13.01.2017, von Robert Moecke

Sicherungsmaßnahmen nach Wasserrohrbruch

Am Freitag, den 13.01.2017 wurde das Technische Hilfswerk Ortsverband Bad Homburg um 17:56 Uhr zu einem Objekt mit massiven Wasserschaden gerufen, das es abzustützen galt. Die Unterstützung wurde durch die Feuerwehr Oberursel angefordert.

Lage

In einem Haus in Oberursel war, wahrscheinlich durch die Kälte, eine druckführende Wasserleitung im 1. OG geborsten. Das dadurch auslaufende Wasser drang in die Bausubstanz ein und beschädigte sämtliche Elemente des Gebäudes bis in den Keller.

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Oberursel das Objekt leer gepumpt hatte, bestanden Zweifel an der Stabilität des Gebäudes. Daher wurde beschlossen, sowohl den Fachberater des THW OV Bad Homburg, als auch einen Statiker zu alarmieren. Zunächst bestand die Aufgabe darin, die strukturellen Eigenschaften des Gebäudes zu bewerten und ggf. weitere Maßnahmen einzuleiten. Nach der Erkundung wurde festgestellt, dass die Kellerdecken einsturzgefährdet sind und abgestützt werden müssen. Der Fachberater löste die Alarmierung weiterer Kräfte des THW OV Bad Homburg aus.

Einsatzkräfte

Folgende Einsatzkräfte und Fahrzeuge des THW Bad Homburg kamen zum Einsatz:

 

Fachberater0/1/0//1
MTW OV0/2/1//3
GKW 20/3/2//5
LKW 9t + RüCo0/2/0//2
Innendienst0/1/1//2
Gesamt13

Weitere Einsatzkräfte: Statiker, Feuerwehr Oberursel Mitte

Maßnahmen

Nachdem die weiteren Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreichten, wurden sie durch den Fachberater in die Lage eingewiesen.

Zunächst wurde die Abstützung der Kellerdecken in den Bereichen Waschkeller, Flur und Abstellraum begonnen. Hierbei wurden Stützen vom Typ MP250 des Multifunktionalen Abstützsystems (mfAs) verbaut. Mit diesem modular verwendbaren System ist es möglich, eine an die jeweilige Einsatzstelle angepasste Abstützung zu errichten. Nach Einsatzende kann die Konstruktion abgebaut und wiederverwendet werden. Nach Errichten der Stützen im Keller konnten die Decken des Erdgeschosses auf lose Bauteile überprüft werden. Lose Rigipsplatten, die völlig durchnässt waren und somit eine Gefahr für die Bewohner darstellten, wurden dann mittels Einreißhaken entfernt.

Schlussbetrachtung

Der Einsatz konnte gegen 22:00 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Das Haus wurde an den Eigentümer übergeben. Im Nachgang des Einsatzes ist es erforderlich, das Haus weiterhin zu heizen, um eine gründliche Trocknung zu ermöglichen. Nur so können die Standsicherheit wiederhergestellt und weitere Schäden verhindert werden.


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