Bad Homburg, 06.01.2011

Gebäude, Bauwerkschäden

Am Donnerstag, dem 06.01.2011 wurde das Technische Hilfswerk Bad Homburg zu einer technischen Hilfeleistung nach Bad Homburg-Dornholzhausen gerufen.

Allgemeine Lage

An einem eigentlich friedlichen Donnerstagabend bei Tauwetter und leichtem Regen erfolgte die Alarmierung gegen 16:20 Uhr.

Objekt

Bei dem betroffenen Objekt handelte es sich um einen Carport in der Größe von ca. 3x5 Metern im hinteren Bereich eines Hofes in der Dornholzhäuserstraße in Bad Homburg-Dornholzhausen. Das Holzgebilde war unter der schweren Schneelast und dem einsetzenden Regen weggebrochen. Teile des Daches waren auf dem benachbarten Carport gelandet.

Einsatzkräfte

Folgende Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks rückten ab 16:45 Uhr nach Dornholzhausen aus:

  GKW 1 0/3/1/4
  MLW 2t 0/2/2/4
  Innendienst 2/1/0/3
     
  Gesamt 11

Massnahmen

Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit wurde als Erstes die Einsatzstelle ausgeleuchtet und erkundet. Anschließend wurden die Dachflächen vom Schnee befreit und das Plexiglasdach teilweise zerkleinert und abgetragen.

Die umgeknickte Holzkonstruktion des Carports wurde mit Motorkettensägen fachgerecht in Einzelteile zerteilt und auf dem Boden abgelegt. Hierbei war immer wieder darauf zu achten, die Lasten so zu verteilen, dass der angrenzende Carport, auf dem ein Teil des abzureißenden Carports lag, nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Erschwerend kam hinzu, dass im Laufe der Arbeiten festgestellt wurde, dass die Rasengittersteine wasserunterspült waren und damit eine Gefahrenquelle für die Arbeiten auf der Leiter darstellten. Ein Teil der Steine wurde herausgenommen und die Löcher mit Bohlen überquert. Das abgetragene Material wurde sorgfältig aufgeräumt und der Zugang zum Garten wurde wieder ordnungsgemäß verschlossen.

Schlussbetrachtung

Der Einsatz wurde gegen 22.30 Uhr beendet und barg keine größeren Schwierigkeiten. Er hob sich in sofern von anderen Einsätzen ab, als dass man mal etwas niederlegte, anstatt vor dem Einsturz zu schützen.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass es in der sehr engen Straße noch einen Unfall mit dem GKW gegeben hat. Ein äußerst umsichtig fahrender Verkehrsteilnehmer meinte, er könne eine Abkürzung über einen vorhandenen Schneehaufen nehmen. Die gelang ihm leider nicht. Er rutschte in das Heck des GKW 1 und verschrammte sich die gesamte Beifahrerseite.

Fotos und Text: Richard Schnopp


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