Bad Homburg, 08.06.2019, von Daniel Reuter

Die Wahl meines Hobbys war die Richtige

Mein Umzug in eine fremde Region Deutschlands hat mich dazu verleitet, zu überlegen welches "Hobby" ich neben meinem Job als Berater, der deutschlandweit unterwegs ist, ausüben soll, um neue Leute kennenzulernen.

Während meines Umzuges fielen mir die Einsatzfahrzeuge des THW auf, sodass ich mir Gedanken machte, wo der nächste Ortsverband des THW ist, welche Fachgruppen es gibt und wie häufig das THW alarmiert wird. Denn mein Einsatz beim THW sollte definitiv mit meinem Beruf vereinbar sein, aber die Kollegen die einen ausbilden, sollten auch sehen, dass ich gerne dabei bin und die investierte Zeit in die Grundausbildung nicht umsonst ist.
Nach einem kurzen Informationsgespräch mit dem Ortsbeauftragen Lucas Jung und dem Ausbildungsbeauftragen Lothar Gehm stand für mich fest, dass ich so schnell wie möglich die Grundausbildung beginnen und abschließen wollte, um aktiv dabei zu sein.
Meine Euphorie wurde durch meinen Anmeldezeitpunkt (Mai) gebremst, denn die letzte Grundausbildung war gerade vorüber und für die nächste Prüfung im Oktober war die Zeit zu kurz. Im Laufe der Zeit bis zum Start im September meldeten sich auch weitere Anwärter für die Grundausbildung, sodass wir auf insgesamt 6 Personen angewachsen waren, die die Prüfung im nächsten Mai antreten wollten.
In den folgenden acht Monaten folgte pro Monat ein Dienst am Samstag, an dem wir ausführlich in die verschiedenen Aufgabengebiete des THW Einblick gewährt bekamen, aber auch sehr gut angelernt und integriert wurden. Die Themenfelder sind teilweise sehr umfangreich und haben zum Teil mit großen und schweren Geräten zu tun, z.B., wenn mit dem Motortrennschleifer, der hydraulischen Schere und Spreizer gearbeitet wurde, aber auch Themen wie Stiche und Bunde, sowie Bewegen von Lasten und das Abpumpen von Wasser haben einen physisch gefordert.  
Letztenendes gab es vor der Prüfung Mitte Mai eine kleine Prüfungssimulation bei uns im Ortsverband, die wie bei der echten Prüfung eine Woche später in eine theoretische und eine praktische Prüfung mit mehreren Stationen unterteilt war.
Nachdem wir sechs die Prüfung erfolgreich bestanden haben, geht es darum in welche der bei uns zur Verfügung stehenden Fachgruppen (Bergung, Führung und Kommunikation, Infrastruktur, Räumen) wir eingeteilt werden. Natürlich spielt dabei das eigene Interesse, das sich während der Grundausbildung vertieft hat, eine große Rolle. Darauf folgt die Fachausbildung, die individuell je nach Fachgruppe durchgeführt wird. Da ich der Bergung zugeteilt wurde, wird es in meinem Fall noch detaillierter darum gehen Menschen und Tiere zu retten, Lasten zu sichern und zu bewegen sowie kleinere handwerkliche Tätigkeiten durchzuführen.
Zusammenfassend war die Wahl meines "Hobbys" THW die Richtige, denn wir sind alle herzlich in unseren Ortsverband aufgenommen worden und erfahren dort jederzeit Unterstützung, wenn wir sie brauchen. Die Einsatzzeiten werden sich mit meinem Beruf vereinbaren lassen und ich bin in meiner neuen Heimat angekommen.


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