Bergungsgruppe (B)

Die Bergungsgruppe ist eine universell einsetzbare Teileinheit im Technischen Zug. Das Personal und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet.
Die Bergungsgruppe (B) rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. Sie führt Sicherungsarbeiten an Schadenstellen durch, leistet leichte Räumarbeiten und richtet Wege und Übergänge her.

Die Ausstattung dieser Teileinheit kann weitestgehend abgesetzt, getragen und autark eingesetzt werden. Sie umfasst ein umfangreiches Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Rettung und Bergung, zur Bearbeitung von Holz, Metall und Stein, zur Sicherung von Personen und Einsatzstellen, zum Trennen, Heben und Bewegen von Trümmern oder Bauteilen sowie zum Bau von Hilfskonstruktionen und vielen anderem mehr.

Bergung: Darüber hinaus ist mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) ein vielseitiges Hilfsmittel für Rettungs-, Bergungs- und Sicherungsarbeiten vorhanden. Zur Fahrzeugausstattung gehören ein Gerätekraftwagen und ggf. ein Anhänger 7 t.

Bergung mit ASH: Teilweise verfügen die Bergungsgruppen mit dem Abstützsystem Holz (ASH) über eine universelle Abstütz- und Sicherungskomponente aus Holzbauteilen.

Bergungsgruppe (THW.de)

Gerätekraftwagen 1 (GKW 1)

GKW 1

Heros Bad Homburg 22/51

Für die Bewältigung der komplexen Aufgaben der B wird ein gut ausgestattetes Fahrzeug benötigt. Der GKW 1 bringt diese Eigenschaft mit sich. Mit seiner vielfältigen Ausstattung, die auf nahezu jede Art von technischer Hilfeleistung ausgelegt ist, eignet er sich bestens als Fahrzeug der B.

Der GKW 1 kommt in der Regel bei typischen Bergungs- bzw. Hilfeleistungseinsätzen zum Einsatz. Hierbei handelt es sich im Extremfall um Hilfeleistungen nach Gebäudeeinstürzen, Explosionen oder ähnlichem, wenn Menschen verschüttet sind und Trümmer beseitigt werden müssen. Wird schweres Gerät benötigt, ist der GKW 1 das richtige Fahrzeug.

Allerdings wird der GKW 1 ebenso bei kleineren Hilfeleistungen (Eigentumssicherungen, Hilfeleistungen nach Bränden, Unwetter) eingesetzt, da er in diesem Fall als mobiler Werkzeugschrank dient und da man durch die Vielfalt seiner Gerätschaften auf nahezu alles vorbereitet ist. Außerdem eignet er sich mit seiner integrierten Seilwinde bestens zur Fahrzeugbergung oder zu anderen technischen Hilfeleistungen.

Zur Ausstattung des GKW 1 gehört unter anderem ein umfangreiches Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Rettung und Bergung, zur Bearbeitung von Holz, Metall und Stein, zur Sicherung von Personen und Einsatzstellen, zum Trennen, Heben und Bewegen von Trümmern oder Bauteilen, zum Bau von Hilfskonstruktionen sowie zum Abstützen und Aussteifen.

Rüstcontainer (RüCo)

Rüstcontainer (RüCo)

Der RüCo ist kein Fahrzeug nach StAN. Er wurde vom Förderverein des OV Bad Homburg angeschafft und in Eigenleistung ausgebaut. Der RüCo gehört somit zur örtlichen Gefahrenabwehr des Ortsverbandes und führt deshalb auch ein Kreiskennzeichen anstatt des üblichen THW-Kennzeichens.

Die Austattung ist größtenteils ausgelegt auf Hilfeleistungen im Bereich der Holz- und Metallbearbeitung. Hierzu zählen Hilfeleistungen nach Bränden oder Unwettern, wenn Dächer verschlossen werden müssen oder größere Eigentumssicherungen ab 6 m2 zu verschließender Fläche. Für kleinere Eigentumssicherungen kommt der MLW 2t der FGr Infrastruktur zum Einsatz.

Neben diversen Gerätschaften wie Kreissäge, Bohrmaschine oder Druckluftnagler befinden sich viele Verbrauchsmaterialien wie u.a. Pressspan-Verlegeplatten, Unterspannfolie, Bauholz, Allwetter-Planen und Kleinmaterial (Schrauben, Nägel) im RüCo.

Anhänger Wechselbrücke

Der Anhänger Wechselbrücke dient der B zum Transport des Einsatzgerüstsystems. Darüberhinaus eignet sich der Anhänger auf Grund seiner Größe aber auch für den Transport von Material und Gerätschaften. Mit einer Länge von 9,51 m, einer Breite von 2,51 m und einer Höhe von 4,00 m steht ausreichend Volumen zur Verfügung, um eine Menge Material zu transportieren. Die Nutzlast beträgt 9t bei einem Gesamtgewicht von max. 18t.

Der Aufbau des Anhängers besteht aus einer Wechselbrücke. Diese kann an einem beliebigen befestigten Standort abgesetzt und durch eine andere Wechselbrücker ausgetauscht werden. Dadurch kann die Beladung des Anhängers zügig geändert werden.

Hierzu wird das Fahrgestellt pneumatisch erhöht, damit die Standbeine der Wechselbrücke heruntergeklappt werden können. Anschließend wird das Fahrgestell wieder abgesenkt und der Anhänger kann unter der Wechselbrücke herausgefahren werden.

Bergungseinsatz unter Atemschutz
Herstellen eines Wanddurchbruches mit dem Aufbrechhammer
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Abstützeinsatz in Bad Homburg 2013