Bergungsgruppe (B)

Die Bergungsgruppe ist eine universell einsetzbare Teileinheit im Technischen Zug. Das Personal (Gruppenführer, Truppführer, sieben Helfer) und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet.

Die Kernaufgaben der B sind:

  • Arbeiten am Wasser
  • Beräumen/mechanisches Einwirken (leicht) - Bewegen/Zerteilen von Bauwerksteilen/Trümmern mit hydraulischen, pneumatischen, elektrischen, kraftstoffbetriebenen oder thermisch arbeitenden Werkzeugen.
  • Bergen/Retten von Personen (mittel) - Befreien von Personen aus Zwangslagen und Transport zum Übergabepunkt, Retten aus Höhen und Tiefen bis 150 kg Körpergewicht.
  • Bergen/Retten von Tieren/Sachwerten (manuell) - Befreien von Tieren aus Zwangslagen und Transport von Tieren oder Sachwerten zu einem Übergabepunkt 
  • Bewegen von Lasten (technisch, leicht) - bis zu 5t
  • Bewegen von Lasten (technisch, mittel) - bis zu 15t
  • Bewegen von Lasten (technisch, schwer) - über 15t
  • Zerteilen Holz
  • Pumparbeiten (klein) - ca. 1400 l/min über eine Strecke von min. 200 m
  • Schweißen, Brennschneiden (Metalle, autogen)
  • Technisch sichern, Hilfskonstruktionen errichten - Absicherung von angeschlagenen oder einsturzgefährdeten Gebäuden mit Holz- oder Metallkonstruktionen für die Personenrettung oder die Bergung von Sachwerten
  • Technisch sichern, Hilfskonstruktionen errichten EGS - Absicherung von angeschlagenen oder einsturzgefährdeten Gebäuden mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) für die Personenrettung oder die Bergung von Sachwerten
  • Tiefbauarbeiten/Erdarbeiten (leicht) - Bewegen von Erdmassen oder Ausheben von Gruben mittels manueller Techniken
  • Niederlegen von Bauwerken oder Bauwerksteilen (manuell)

Gerätekraftwagen 1 (GKW 1)

GKW 1

Heros Bad Homburg 22/51

Für die Bewältigung der komplexen Aufgaben der B wird ein gut ausgestattetes Fahrzeug benötigt. Der GKW 1 bringt diese Eigenschaft mit sich. Mit seiner vielfältigen Ausstattung, die auf nahezu jede Art von technischer Hilfeleistung ausgelegt ist, eignet er sich bestens als Fahrzeug der B.

Der GKW 1 kommt in der Regel bei typischen Bergungs- bzw. Hilfeleistungseinsätzen zum Einsatz. Hierbei handelt es sich im Extremfall um Hilfeleistungen nach Gebäudeeinstürzen, Explosionen oder ähnlichem, wenn Menschen verschüttet sind und Trümmer beseitigt werden müssen. Wird schweres Gerät benötigt, ist der GKW 1 das richtige Fahrzeug.

Allerdings wird der GKW 1 ebenso bei kleineren Hilfeleistungen (Eigentumssicherungen, Hilfeleistungen nach Bränden, Unwetter) eingesetzt, da er in diesem Fall als mobiler Werkzeugschrank dient und da man durch die Vielfalt seiner Gerätschaften auf nahezu alles vorbereitet ist. Außerdem eignet er sich mit seiner integrierten Seilwinde bestens zur Fahrzeugbergung oder zu anderen technischen Hilfeleistungen.

Zur Ausstattung des GKW 1 gehört unter anderem ein umfangreiches Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Rettung und Bergung, zur Bearbeitung von Holz, Metall und Stein, zur Sicherung von Personen und Einsatzstellen, zum Trennen, Heben und Bewegen von Trümmern oder Bauteilen, zum Bau von Hilfskonstruktionen sowie zum Abstützen und Aussteifen.

Rüstcontainer (RüCo)

Rüstcontainer (RüCo)

Der RüCo ist kein Fahrzeug nach StAN. Er wurde vom Förderverein des OV Bad Homburg angeschafft und in Eigenleistung ausgebaut. Der RüCo gehört somit zur örtlichen Gefahrenabwehr des Ortsverbandes und führt deshalb auch ein Kreiskennzeichen anstatt des üblichen THW-Kennzeichens.

Die Austattung ist größtenteils ausgelegt auf Hilfeleistungen im Bereich der Holz- und Metallbearbeitung. Hierzu zählen Hilfeleistungen nach Bränden oder Unwettern, wenn Dächer verschlossen werden müssen oder größere Eigentumssicherungen ab 6 m2 zu verschließender Fläche.

Neben diversen Gerätschaften wie Kreissäge, Bohrmaschine oder Druckluftnagler befinden sich viele Verbrauchsmaterialien wie u.a. OSB-Verlegeplatten, Unterspannfolie, Bauholz, Allwetter-Planen und Kleinmaterial (Schrauben, Nägel) im RüCo.

Anhänger Wechselbrücke

Der Anhänger Wechselbrücke dient der B zum Transport des Einsatzgerüstsystems. Darüber hinaus eignet sich der Anhänger auf Grund seiner Größe aber auch für den Transport von Material und Gerätschaften. Mit einer Länge von 9,51 m, einer Breite von 2,51 m und einer Höhe von 4,00 m steht ausreichend Volumen zur Verfügung, um eine Menge Material zu transportieren. Die Nutzlast beträgt 9t bei einem Gesamtgewicht von max. 18t.

Der Aufbau des Anhängers besteht aus einer Wechselbrücke. Diese kann an einem beliebigen befestigten Standort abgesetzt und durch eine andere Wechselbrücke ausgetauscht werden. Dadurch kann die Beladung des Anhängers zügig geändert werden.

Hierzu wird das Fahrgestell pneumatisch erhöht, damit die Standbeine der Wechselbrücke heruntergeklappt werden können. Anschließend wird das Fahrgestell wieder abgesenkt und der Anhänger kann unter der Wechselbrücke herausgefahren werden.

Bergungseinsatz unter Atemschutz
Herstellen eines Wanddurchbruches mit dem Aufbrechhammer
Herstellen eines Wanddurchbruches mit dem Motortrennschleifer
Abstützeinsatz in Bad Homburg 2013