Gründau, 23.09.2017, von Tobias Heldmann

Weiterbildung für Kraftfahrer – Fahrsicherheitstraining für Einsatzfahrzeuge

An Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer im THW werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen bei jedem Wetter und dichtem Verkehr die Pkw und Lkw samt Besatzung und Material sicher und zügig an die Einsatzstelle bringen können. Das heißt, ein Fahrzeug zu bedienen, dass viel größer und schwerer ist, als der Privatwagen und das nicht täglich gefahren wird.

Um diese Herausforderung meistern zu können, wurde am Samstag, 23.09.2017 ein Fahrsicherheitstraining auf dem Verkehrsübungsplatz in Gründau durchgeführt. Unter Anleitung erfahrener Ausbilderinnen und Ausbilder konnten schwierige Verkehrssituationen kontrolliert geübt und die Eigenschaften der Fahrzeuge kennengelernt werden. Dafür hatten die Ausbilder ein aus mehreren Stationen bestehendes Programm zusammengestellt.

Nachdem zunächst eine Vorstellungsrunde aller Teilnehmer durchgeführt und die Ladungssicherung der Fahrzeuge überprüft worden war, konnten in einem Slalomparcours die Abmessungen und das Kurvenverhalten der Fahrzeuge kennengelernt werden.

Danach ging es in die sogenannte „Altstadt“, einen mit Pylonen schmal abgesteckten Bereich, der die engen Verhältnisse dicht bebauter Gebiete simulierte. Spätestens hier war bei manchen Lkw eine Weiterfahrt nur mit mehrmaligem Zurücksetzen möglich. Hier schlossen sich noch weitere Rangierübungen an, die verdeutlichten, welch großen Einfluss Achsabstand und möglicher Lenkeinschlag der einzelnen Fahrzeuge auf die Zeit, die zur Durchfahrt benötigt wird, haben.

Die nächste Übung beschäftigte sich mit Gefahrenbremsungen aus verschiedenen Geschwindigkeiten. Zunächst schätzten alle Teilnehmer den Bremsweg ihres Fahrzeugs ein. Anschließend wurde – mit verschiedenen Geschwindigkeiten – eine Gefahrbremsung durchgeführt. Während bei Bremsungen auf griffiger Fahrbahn, mit geringer Geschwindigkeit, noch alle Fahrzeuge in ähnlichem Bereich zueinander lagen, variierten die Ergebnisse bei rutschigem Untergrund sehr stark. Es wurde äußerst anschaulich die Entwicklung im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik verdeutlicht. Dass zum Beispiel ABS nicht gleich ABS bedeutet, zeigte sich in mehreren Dutzend Meter auseinanderliegenden Anhaltepunkten. Damit wurde insbesondere den Kraftfahrern, deren Fahrzeuge zum Teil älter als sie selbst sind, die hohe Verantwortung, die sie tragen, verdeutlicht.

Letztlich schlossen kombinierte Brems- und Ausweichübungen die sehr interessante Veranstaltung ab.

Aus Sicht aller Teilnehmer hat dieses gelungene Training einen echten Sicherheitsgewinn beim Führen von Kraftfahrzeugen gebracht und damit geholfen, die erforderliche hohe Qualifikation der Kraftfahrer des Ortsverbandes zu verbessern.


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