24.04.2019, von Richard Schnopp,

SEEBA-Ausbildung beim THW Bad Homburg

Die SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) wurde auf der Grundlage der bei der Erdbebenkatastrophe in Mexiko 1985 gewonnenen Erfahrungen entwickelt. Sie ist Instrument der Bundesregierung für Rettungs- und Bergungseinsätze im In- und Ausland. Sie ist weltweit einsetzbar.

Kleine, luftverlastbare Einheiten leisten schnelle, effektive technische Hilfe nach Erdbeben und anderen Unglücksfällen mit vergleichbarer Schadenscharakteristik. Ihre Hauptaufgabe ist die Ortung und Rettung verschütteter Personen.

Innerhalb von sechs Stunden nach Alarmierung steht die SEEBA abflugbereit am Flughafen.

In einer von Katastrophen oder schweren Unglücksfällen betroffenen Region ist die SEEBA in der Regel zumindest in der Anfangsphase in vielen Bereichen, vor allem aber logistisch und medizinisch, auf sich allein gestellt. Folgerichtig ist die Konzeption so angelegt, dass die SEEBA mindestens zehn Tage autark – also ohne Unterstützung und Versorgung von außen – operieren kann.

Weitere Infos unter: https://www.thw.de/DE/Einheiten-Technik/Ausland/ausland_node.html

Am Mittwoch vergangener Woche waren nahezu 40 Helfer der sogenannten „SEEBA“ des Technischen Hilfswerks zu einer Ausbildungsveranstaltung im THW- Ortsverband (OV) Bad Homburg zu Gast. Fünf aktive Helfer aus dem hiesigen OV gehören auch zu den Aktiven.

Die Begrüßung der Teilnehmer übernahm Sandra Wedi vom Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland.

Weite Anreisen aus Kassel, Dillenburg, Siegen, Speyer, Darmstadt usw. haben sich für die Teilnehmer gelohnt, um dem spannenden Vortrag von Christopher Hiemsch (OV Wörrstadt) zu den Grundlagen, Aufbau und Nutzung einer Basis-Zeltstation in einem zugewiesenen Gebiet im Ausland zu folgen. Hierbei ging es nicht nur um die Besprechung der einzelnen Funktionszelte und deren Aufstellung, sondern auch um Bekleidungs- Verhaltens- und Hygienevorschriften bis hin zu Hinweisen für die professionelle Benutzung der mobilen Toiletten.

In einer kurzen praktischen Einheit wurde noch, unter quasi einsatznahen Bedingungen (Gewitter), der Aufbau eines Masterzeltes geübt.


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