Oberursel, 08.03.2014

Eigentumssicherung nach Vandalismus

Am Samstag, dem 08.03.2014 wurde das Technische Hilfswerk OV Bad Homburg um 08:53 Uhr zu einer Eigentumssicherung nach Oberursel gerufen. Die Anforderung erfolgte durch den Eigentümer auf Anraten der Polizei Oberursel.

Schadenslage und Objekt

Die Rund 6m² große Scheibe eines Friseursalons in der Vorstadt von Oberursel wurde in der Nacht zum Samstag mutwillig eingeschlagen. Es entstand ein rund 2m² großes Loch, welches verschlossen werden musste. Die Scheibe befindet sich unter einem Vorbau, der mit einer Zwischendecke versehen ist. Auch im Friseursalon befand sich eine mit Platten versehene Zwischendecke.

Einsatzkräfte

Folgende Fahrzeuge und Einsatzkräfte kamen zum Einsatz:

 

GKW 1 + RüCo0/3/0/3
MTW1/1/0/2
Innendienst0/2/0/2
Gesamt7

Erste Maßnahmen

Zunächst wurde die Einsatzstelle abgesperrt, da sich der Friseursalon direkt in der Oberurseler Einkaufszone in der Innenstadt befindet. Da hier bereits reger Betrieb herrschte und die Stelle sehr eng ist und direkt an Geschäfte angrenzt, wurde ebenfalls entschieden, die Scheibe nicht zu entfernen, um keine Passanten beim Entfernen der Scheibe zu gefährden. Die Scheibe hatte noch die notwendige Stabilität, um auf das Entfernen verzichten zu können. Trotzdem wurde sie gegen unkontrolliertes Zusammenbrechen (u.a. mit reißfestem Glasfaserband) gesichert.

Weitere Maßnahmen

Für die Sicherung der Scheibe wurde zunächst von außen eine Konstruktion aus Kanthölzern und Verlegeplatten vorgerichtet. Diese war groß genug, sodass sie die gesamte Scheibe von Boden bis fast unter die Decke verdeckte. Mit dieser Konstruktion soll ein unbefugtes Eindringen in den Friseursalon verhindert und ebenfalls der davorliegende Bereich vor evtl. abstürzenden Glasteilen gesichert werden. Da die Deckenkonstruktion (Zwischendecke) es leider nicht möglich machte, die Kanthölzer zu verkeilen, musste von allen altbewährten Verschlusstechniken abgesehen und improvisiert werden. So wurde die Plattenkonstruktion mittels einer kleinen Schrägabstützung nach außen hin gestützt und gegen Umstürzen gesichert. Zum Abschluss wurde innen eine weitere Platte angesetzt und mit der äußeren Konstruktion durch das vorhandene Loch verschraubt. Dies soll bewirken, dass evtl. abstürzende Glasteile in den Hohlraum zwischen den Platten fallen. Die Einsatzstelle wurde zusätzlich außen und innen abgesperrt und gegen Betreten gesichert.

Schlussbetrachtung

Der Einsatz konnte nach gut 3 Stunden gegen 13:00 Uhr beendet werden. Die angewendete Verschlussmethode war für die Helfer mal etwas Neues. So wurde eine Eigentumssicherung mit einer Schrägabstützung aus Holz kombiniert. Das gibt es eben nicht alle Tage. Trotzdem hat sich gezeigt, dass auch hier der Ausbildungsstand der Helfer auf einem guten Niveau ist und der Einsatz zwar mit viel Improvisation, aber trotzdem professionell und erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Text: Tobias Schnopp

Fotos: Robert Moecke


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