Absicherung einer Decke nach einem Wasserrohrbruch
Am 18.12.2002 wurde das Technische Hilfswerk Bad Homburg / Oberursel um 16.15 Uhr zur Absicherung einer Decke nach einem Wasserrohrbruch, nach Friedrichsdorf-Burgholzhausen gerufen. Die
Anforderung erfolgte durch die Feuerwehr.
Objekt
Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich um ein zweigeschossiges Gebäude mit einem Satteldach. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (Altes Rathaus). Bedingt durch den Standort mitten im alten Ortskern sind die
Zufahrtsstraßen zur Einsatzstelle teilweise sehr eng.
Schadenslage
Durch auslaufendes Wasser im 1. Obergeschoss wurde die Geschossdecke im größeren Ausmaß stark durchfeuchtet, sodass das gesamte Wasser in den darunter liegenden Raum gelaufen ist. Da es sich um eine alte Lehmdecke handelt musste davon ausgegangen werden, dass die Decke durch die starke Nässe teilweise herunterbrechen könnte. Die Ursache ist vermutlich auf eine aufgefrorene Wasserleitung zurück zuführen. Beim Eintreffen des 1. Fahrzeuges (KdoW) waren die Kräfte der Ffw Friedrichsdorf-Burholzhausen damit
beschäftigt, dass ausgelaufene Wasser abzusaugen.
Einsatzkräfte
Aufgrund der Funkalarmierung nach dem Einsatzstichwort H EINST.2
(
Gebäudeeinsturz ), rückten ab 16.20 Uhr folgende Fahrzeuge des Technischen Hilfswerkes, gemäß AAO (Alarm- und Ausrückordnung) nach Friedrichsdorf-Burgholzhausen
aus:
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KdoW |
1/0/0/
1 |
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GKW 1 + AhTransp (MFAS) |
1/3/5/
9 |
Zusatzfahrzeuge
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LKW 8t + RüCo |
0/1/2/
3 |
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Gesamt |
13 |
Anmerkung : Aufgrund der ungünstigen Tageszeit (Feierabendverkehr) wurde abweichend der AAO alle Kräfte mit FME alarmiert um zeitgerecht eine ausreichende Anzahl von
Einsatzkräften zur Verfügung zu haben.
Erste Massnahmen
Nach dem Eintreffen des GKW 1 wurden die notwendigen Bauteile des MFAS (Multifunktionales Abstützsystem) abgeladen und
vorgerichtet, sowie die Trägerschwellen zugeschnitten.
Weitere Massnahmen
Zeitgleich wurde mit dem Einbau der Stützen begonnen. Durch die Tatsache, dass der Boden auf dem die Stützen zum Stehen kommen mussten, sehr uneben ist, gestaltetet sich das Ausrichten
des Grundgerüstes etwas zeitaufwendig.
Zum Abfangen der Decke wurde eine Turmkonstruktion, bestehend aus zwei Schwellen, 4 MP 250 in Verbindung mit 4 Füßen MP50, 4 Kalottenkreuzköpfen und 8 Rahmen MRK 150 gewählt. Da aufgrund der Tatsache, das die Elektrohauptleitung im Bereich der abzufangenden Decke verlief konnten nicht die üblicherweise verwendeten Gitterträger im Deckenbereich eingesetzt werden. Hier wurden Kanthölzer (10/12) auf einer Länge von 2 Metern zugeschnitten und entsprechend verbaut. Die gesamte Konstruktion wurde sanft zwischen Boden und Decke unter Druck gesetzt und im Deckenbereich an den Hohlräumen (Decke
– Kantholz) entsprechend verkeilt.
Schlussbetrachtung
Der Einsatz konnte um 19.34 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Dies war der erste Einsatz in dem das neu entwickelte Abstützsystem zum realen Einsatz kam. Es konnten wertvolle Erfahrungen für die weitere Ausbildung und Weiterentwicklung
gesammelt werden.
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